10 KONZEPTE FÜR DEN LINZER GRÜNGÜRTEL

Projekt 2 - Wintersemester 2019/20


Die Stadt wächst, ohne zusätzlichen Boden zu versiegeln. Mobilität findet ohne neue Autobahnkilometer statt. Der Wirtschaft geht es gut, ohne CO2 auszustoßen. Und der Grüngürtel ist überall. Im vergangenen Semester haben sich 31 Studierende des Forschungsbereichs Örtliche Raumplanung der TU Wien auf Zukunftsfragen eingelassen, die den Linzer Grüngürtel als Schlüssel zu einer tragfähigen räumlichen Entwicklung der Stadt Linz begreifen. Nun liegen die 10 Konzepte vor.

 

Wachstum und Freiraum

 

Nach Jahren der Stagnation steigen die Bevölkerungszahlen der Landeshauptstadt Linz wieder deutlich. 2019 hat die drittgrößte Stadt Österreichs gut 207.000 Einwohner*innen. Die Prognosen sehen auch in den kommenden 10 Jahren ein deutliches Wachstum. Mit über 210.000 Arbeitsplätzen ist Linz auch ein bedeutender Wirtschaftsstandort. Dieses Wachstum löst Flächenbedarf in der gesamten Stadtregion im oberösterreichischen Zentralraum aus – für Wohnraum, Betriebsstandorte und Infrastrukturprojekte.

 

In jüngerer Vergangenheit zeigten unterschiedliche Umwidmungsverfahren in Linz und im Umland die möglichen Konsequenzen dieses Siedlungswachstums: alleine im November 2018 wurden rund um Linz 106 Hektar Grünland in Bauland umgewidmet. Welche Auswirkungen hat dies auf die Lebensqualität in der Stadtregion, auf die Naherhoung, aber auch auf die Durchlüftung der Stadt und das Stadtklima?

 

Mit dem Projekt 2 „Grüngürtel Linz“ des Forschungsbereich Örtliche Raumplanung der TU Wien wurde der Nachweis erbracht werden, dass Siedlungsentwicklung in einer dynamisch wachsenden Stadt und Grünraumentwicklung einander nicht widersprechen. Im Gegenteil: Eine kluge und integrierte Strategie zur langfristigen Sicherstellung des Grünraums ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Stadtentwicklung.

 

Ein Bild für das große Ganze

 

So setzten sich insgesamt 31 Studierende mit genau dieser Ambivalenz aus Bevölkerungswachstum und Grünraumsicherung auseinander. Aufgabe war es, aus der Perspektive des Grünraums ein integriertes Entwicklungskonzept zu erstellen, aus dem sich auch Zielsetzungen zur Siedlungs- und Wirtschaftsstandortentwicklung, zu Fragen der Mobilität und des Klimas ableiten lassen. Um diese Anliegen deutlich zu machen, müssen Bilder generiert werden, die es vermögen, diese Zusammenhänge neu zu verhandeln – letztlich braucht es ein Verständnis für das große Ganze.

 

All dies läuft auf die Erstellung eines räumlichen Entwicklungskonzeptes hinaus, um für den Grüngürtel der Stadt Linz einen ganzheitlichen Umgang zu finden. In zehn unterschiedlichen Projekten wird gezeigt, wie sich Grünraumsicherung und Siedlungsentwicklung klug aufeinander abstimmen lassen, welchen Beitrag der Linzer Grüngürtel im Bewältigen der Klimakrise leisten kann und mit welcher Verantwortung Planende diese Aufgaben begreifen müssen.

 

Zu den 10 Konzepten geht es hier.

 

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